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Aktualisiert: vor 17 Stunden 42 Minuten

Gesammelte Brocken (179)

Sa, 12/16/2017 - 00:01

Adam musste schlafen, um seine Frau zu bekommen, Christus musste sterben für seine Braut. Adam tat nichts, Christus tat alles.

Die Sprache der Schrift ist nicht immer die Sprache eines Christen (man denke an die Racherufe), aber die Sprache eines Christen sollte immer die Sprache der Schrift sein.

Das Puzzle deines Lebens wird nie vollständig, wenn du das entscheidende Mittelstück – Jesus Christus – weglässt.

Die Wahrheit entwickelt sich nicht. Das, was im Anfang nicht wahr war, ist auch jetzt nicht wahr.

Wir sollten nicht nur die Bibel öffnen, sondern auch unser Herz für die Botschaft der Bibel.

Seit dem Jahr 1980 ist offiziell die Sklaverei abgeschafft. Die Sklaverei der Sünde gibt es immer noch. Die kann man auch nicht abschaffen. Daraus muss man durch eine stärkere Macht befreit werden.

Abhängigkeit im Leben Jesu (58) - Gebetskampf

Fr, 12/15/2017 - 00:01

Bibelstellen: Hebräer 5,7-8

Gebetskampf

„Der in den Tagen seines Fleisches, da er sowohl Bitten als Flehen dem, der ihn aus dem Tod zu erretten vermochte, mit starkem Schreien und Tränen dargebracht hat (und wegen seiner Frömmigkeit erhört worden ist), obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam lernte“ (Heb 5,7.8).

Der Sohn Gottes hat den Gehorsam durch Leiden gelernt. Interessanterweise trifft der Schreiber des Hebräerbriefes diese Aussage in Verbindung mit dem, was in Gethsemane geschah. Warum tut er das? Weil dort am deutlichsten wird, wie schwer es dem Herrn Jesus war, die Leiden des Kreuzes auf sich zu nehmen.

Dem ersten Adam wurde aufgrund seines Ungehorsams gesagt: „Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde“ (1. Mo 3,19). Im Garten Gethsemane liegt der letzte Adam aufgrund seines ungebrochenen Gehorsams auf seinem Angesicht – auf dem verfluchten Erdboden. Die Vorstellung, dass Er nur wenige Stunden später zur Sünde gemacht werden sollte, trieb Ihm buchstäblich den Schweiß auf die Stirn, der wie große Blutstropfen auf die Erde herabfiel (vgl. Lk 22,44).

Es ist beeindruckend, zu sehen, mit welchen Emotionen und mit welcher Intensität der Herr in Gethsemane betete. Wir lesen von Bitten, Flehen, Tränen, starkem Geschrei, einem ringendem Kampf und heftigem Gebet, das so intensiv war, dass Er dabei Schweißausbrüche bekam. Das übersteigt alles, was uns über die größten Beter des Alten und Neuen Testaments berichtet wird!

Der Sohn Gottes betete in allen Umständen seines Lebens; doch je größer die Not wurde, desto intensiver rang Er im Gebet. Wie oft verhalten wir uns genau umgekehrt: Schwierigkeiten und Sorgen führen bei uns oft dazu, dass unsere Gedanken so stark von den Problemen vereinnahmt werden, dass wir Gott aus den Augen verlieren. Dabei sollten uns die Prüfungen und Nöte, die wir erleben, eigentlich in die offenen Arme Gottes treiben!

Was tust du, wenn du von einer Not überwältigt wirst? Versuchst du dich irgendwie abzulenken oder schaust du den Tatsachen ins Auge und nimmst dir Zeit, um sie vielleicht auch mal mit Schreien, Tränen und intensivem Flehen vor dem Herrn auszubreiten?

Jan Philip Svetlik

Der Auftrag des Gardareners – ein Beispiel für uns

Do, 12/14/2017 - 00:01

Bibelstellen: Markus 5

Der Herr Jesus hatte den Gardarener gerade von der Macht Satans befreit. Unter dem Eindruck seiner Befreiung möchte der Gardarener verständlicherweise bei dem Herrn bleiben. Doch der Herr lässt es ihm nicht zu, sondern gibt ihm einen Auftrag: „Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, wie viel der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat“ (Mk 5,19).

Wie wir gesehen haben, hat der Herr auch uns einen Auftrag gegeben. Die Ausführung dieses Auftrages, der jedem wiedergeborenen Christen gilt, ist keine Frage der Befähigung, sondern eine Frage von Gehorsam und des Bewusstseins, wie viel der Herr an mir persönlich getan hat. Wie viel Zeit mag wohl zwischen der Befreiung des Gardareners und seiner Verkündigung gelegen haben? Es wird nicht viel gewesen sein. Wie viel mag er wohl in dieser Zeit von dem Herrn Jesus verstanden haben? Es wird nicht viel gewesen sein. Aber das ist hier auch gar nicht der Punkt. Wir dürfen getrost davon ausgehen, dass der Herr uns niemals einen Auftrag gibt, ohne uns auch dazu zu befähigen. Mit zunehmendem Glaubensgehorsam dürfen wir auch damit rechnen, dass der Herr uns in unserem Verständnis weiterführen wird. Von der Seite des Herrn wird nie etwas fehlen, was wir für die Ausführung unseres Auftrages brauchen.

Der Wechsel des Zustandes des Gardareners und damit auch der seines Verhaltens war offensichtlich. Er, „der Besessene“, „der die Legionen gehabt hatte“ (Mk 5,15), saß nun, gekleidet und vernünftig bei dem Herrn Jesus und war damit eine Predigt für sich. Das blieb den Menschen nicht verborgen. Und dennoch reichte es nicht. Der Herr sagt ihm: Verkündige! Macht den Mund auf! Rede! Es sollte eben nicht nur beantwortet werden, was („wie viel … getan hat“) und an wem („an dir“) es geschehen war – beides war offensichtlich –, sondern auch, wer es getan hatte („der Herr“; vgl. Mk 5,19). Gerade der letzte Punkt war nicht offensichtlich. Hier musste ein deutliches Zeugnis abgelegt werden.

Nicht anders ist es heute. Die Menschen mögen unser Verhalten und unsere Worte sehen. Unser Leben spielt sich nicht im Verborgenen ab. Es stimmt, dass ein gottesfürchtiges Leben eine „Predigt“ für sich ist. Aber dass Jesus Christus unser Retter und Herr ist – und damit Quelle, Kern und Kraft unseres Lebens –, das muss mit dem Mund bezeugt werden. Keiner der Menschen um uns herum wird seine Sündhaftigkeit erkennen und sich in seiner Not an den Herrn wenden, weil er sieht, dass wir fleißig arbeiten oder unser Garten immer ordentlich gepflegt ist und wir immer freundlich grüßen. Nein, dazu ist ein aktives Zeugnis notwendig. Dass unser Leben zu unseren Worten passen muss, ist die andere Seite der Medaille. Die Predigt unseres Lebens geht einher mit der Predigt unserer Worte.

Der Gardarener nun „ging hin und fing an“. So einfach. Der Herr hatte ihm gesagt: „Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkündige ihnen“ (Mk 5,19a). Der Herr hatte den Jüngern geboten, dass sie „angefangen von Jerusalem“ allen Nationen das Evangelium verkündigen sollten (vgl. Lk 24,47). Mit „allen Nationen“ (Lk 24,47), „in die ganze Welt“, „der ganzen Schöpfung“ (Mk 16,16) und nochmal „alle Nationen“ (Mt 28,19) ist das ganze Ausmaß der Verkündigung des Evangeliums gegeben. Da gibt es keine Grenzen – weder geografische, nationale, ökonomische noch soziale. Gleichfalls ist der Startpunkt unserer Verkündigung gegeben. Für den Gardarener war es „sein Haus“, für die Jünger war es nach dem vollbrachten Werk des Herrn Jesus Jerusalem. Und auch für uns im 21. Jahrhundert beginnt es dort, wo unser Herr uns hingestellt hat. Zuerst in der eigenen Familie: wenn Gott uns Kinder geschenkt hat, an den eigenen Kindern. Von da aus darf und muss es dann aber, im Sinne des Auftrages des Herrn, weiter seine Kreise ziehen. Wie weit der Einzelne gehen soll, muss in Abhängigkeit zum Herrn erkannt werden.

Wir können doch davon ausgehen, dass der Gardarener gehorsam war und zuerst in sein eigenes Haus gegangen ist. Aber es blieb nicht bei einem „Minimal-Gehorsam“. Er ging hin und verkündigte in der ganzen Dekapolis, wie viel Jesus an ihm getan hatte. Konnte er schweigen? Konnte er nicht von dem reden, was er erfahren hatte? Er, der ein Kandidat des Todes gewesen war und unter der ganzen zerstörerischen Macht des Satans gelitten hatte? Nein, das war unmöglich! Und so zieht er los und macht der Freude seines Herzens Luft. Diesen Jesus, der so eine Befreiung wie an ihm vollbringen konnte, den mussten die Menschen kennenlernen. Der Gardarener war sich sehr bewusst, wie viel der Herr an ihm getan hatte. Dieses lebendige Bewusstsein brachte ihn in Bewegung und öffnete seinen Mund.

Der Gardarener ist ein schönes Beispiel der Macht und Gnade unseres Herrn. Er hält uns aber auch den Spiegel vor, und wir müssen uns unweigerlich fragen, wie das bei uns aussieht. Sind wir dem Auftrag unseres Herrn gehorsam? Habe ich ein lebendiges Bewusstsein der Gnade und Macht Gottes in meinem Leben? Wenn nicht, dann lasst uns das vor unserem Herrn bekennen und Ihn bitten, uns in der Gemeinschaft mit Ihm beim Lesen Seines Wortes dieses Bewusstsein wieder zu geben.

Friedemann Werkshage

Gesammelte Brocken (178)

Mi, 12/13/2017 - 00:01

Die Menschen wandten sich am Kreuz gegen Christus, weil sie sündig sind, Gott aber, weil er heilig ist.

Göttliche Mathematik: Sehr wenig x göttliche Allmacht = Mehr als genug.
Nachvollziehbarer Lösungsweg: Speisung der 4000 und 5000.

He has to break us, before he can make us.

Der Genderwahn ist nicht nur eine Verzerrung, sondern auch eine Überhöhung der Sexualität: Es werden „Geschlechter“ definiert, die den Menschen auf sein sexuelles Begehren reduzieren.

„Warum“ – das ist sehr einfach gesagt, aber oft sehr schwer beantwortet.

Als Christ für die Verbesserung der Welt zu kämpfen ist so sinnlos, wie in einem brennenden Haus neu zu tapezieren. Menschen müssen aus der Welt und aus dem brennenden Haus herausgerettet werden.

„Es ist immer schwierig, etwas zum letzten Mal zu tun“, schrieb mal jemand zu Recht. Wir sollten uns dann nicht von Wehmut überrollen lassen, sondern in Glaubensmut das Werk vollenden.

Geld macht Lebemänner, aber Geld macht Leben nicht länger.

Abhängigkeit im Leben Jesu (57)

Di, 12/12/2017 - 00:01

Bibelstellen: Mk 14,36

Gott vertrauen in schwerer Zeit

Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich …“ (Mk 14,36).

„Bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Mk 10,27). Mit dieser Überzeugung sagte der Herr seinen Jüngern, dass die Gnade Gottes sogar einen Reichen erretten kann – was aus menschlicher Sicht völlig unmöglich ist.  In Gethsemane betet Er: „Abba, Vater, alles ist dir möglich.“ Sein Vertrauen in die Liebe des Vaters und in seine Allmacht blieb bis zum Ende seines Lebens ungebrochen.

Er weiß, dass mit nur einer Bitte der Vater Ihm augenblicklich zwölf Legionen Engel zur Seite stellen würde (Mt 26,53). Im Handumdrehen wären seine Feinde vernichtet worden. Doch stattdessen ordnet Er sich dem Willen des Vaters unter, der Ihm einen Engel sendet, um Ihn im Gebetskampf zu stärken. „Siehe, mein Knecht, den ich stütze“, hatte Jesaja geschrieben (Jes 42,1) – und genau das erfüllte sich im Garten Gethsemane.

Vielleicht bist du im Augenblick niedergeschlagen, mutlos und stehst in der Gefahr, aufzugeben. Gib nicht auf! Der Sohn Gottes sagte nicht nur: „Bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Mk 10,27), sondern auch: „Dem Glaubenden ist alles möglich“ (Mk 9,23)! Gott stützt die, die Ihm vertrauen (vgl. 1. Chr 5,20)!

Glaube ist die unsichtbare Hand, die den Allmächtigen berührt und seinen Arm in Bewegung bringt. Durch Glauben wurde der Rachen von Löwen verschlossen und die Kraft des Feuers ausgelöscht. Fremde Heere wurden zurückgedrängt, Tote auferweckt und die Mauern von Jericho zum Einsturz gebracht. Im Vertrauen auf Gott haben Männer und Frauen Gottes über die Jahrhunderte hinweg immer wieder aus der Schwachheit Kraft gewonnen und sind im Kampf stark geworden (vgl. Heb 11,30–35). Deshalb gilt auch für dich heute: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Mk 5,36).

Bist du dir bewusst, dass Glaube, der sich in der Erprobung bewährt, Gott ehrt und für Ihn viel wertvoller ist als alles Gold dieser Welt (vgl. 1. Pet 1,6.7)? Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben“ (Jak 5,11)!

Jan Philip Svetlik

Gesammelte Brocken (177)

Mo, 12/11/2017 - 00:01

Kannst du denken, kannst du für einen Moment denken, dass Gott verherrlicht und sein Volk nicht gesegnet wird? Das ist unmöglich! Du kannst nicht an seine Herrlichkeit denken, ohne auch an deinen Segen zu denken. Das zeigt sich am Kreuz. Dort offenbart sich völlig die Herrlichkeit Gottes. Du sagst, dass dort deine Errettung gesichert wurde, und das stimmt – weil Gott im Blick auf die Sünde verherrlicht wurde. (William Kelly).

Die Menschen sprechen gerne von „Mega-Church“, aber die „Mikro-Church“ hat eine herrliche Verheißung: Da, wo zwei oder drei versammelt sind in seinem Namen, ist ER in der Mitte (Mt 18,20).

Wir Christen haben keine Sünde mehr auf uns, aber noch in uns.

Hast du im LEID ein LIED?

Was in der Welt definitiv mehr benötigt wird: leere Gefäße.

Das Schwert des Geistes wird niemals stumpf.

Der, der die Dornenkrone für dich trug, kann aus dem Dorn in deinem Fleisch einen großen Segen hervorkommen lassen.

So sicher es ist, dass Christus am Kreuz verlassen wurde, so sicher ist es auch, dass Christen nicht von Gott verlassen werden.

Die Befreiung und der Auftrag des Gardareners

So, 12/10/2017 - 00:01

Bibelstellen: Markus 5

Der Wechsel der Szene, und noch viel mehr der Wechsel in dem Leben des Gardareners, hätte nicht größer und krasser sein können. Eben sprang er noch nackt in den Grabstätten herum und war für sich und alle anderen eine Gefahr. Jetzt sitzt er bekleidet und vernünftig bei dem Herrn Jesus.

Was war geschehen? Hier war der Stärkere in das Haus des Starken eingedrungen und hatte den Starken gebunden (vgl. Mk 3,27). So war der Gardarener von der zerstörerischen Macht Satans, die sein Leben bis dahin bestimmte, frei gemacht worden.

Es ist nur allzu verständlich, dass der befreite Gardarener nun den Wunsch hatte, bei dem zu bleiben, der ihn befreit hatte. Doch der Herr erlaubte es ihm nicht, sondern gab ihm einen unmissverständlichen Auftrag: „Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkündigen ihnen, wie viel der Herr an dir getan und wie er sich seiner erbarmt hat“ (Mk 5,19).

Uns wird nicht von einen „Wenn und Aber“ berichtet, sondern einfach: „Und er ging hin und fing an …“ (Mk 5,20a). Die Botschaft, die er verkündigt, ist einfach. Es ist eine persönliche Botschaft, eine, die er selbst erfahren hatte. Sie handelte von Jesus und wie viel dieser Jesus an ihm, dem Gardarener, getan hatte. Es war eine überzeugende Botschaft, denn alle verwunderten sich (Mk 5,20b).

Halten wir einen Moment inne. Dieser Gardarener, ist das nicht auch meine und deine Geschichte? Schauen wir uns einige Punkte an.

1. Er kam aus den Grüften (Mk 5,2)

Die Grüfte sind der Bereich des Todes schlechthin. Der natürliche Mensch lebt in gleicher Weise im Bereich des Todes, denn durch die Sünde ist diese Welt ein Ort des Todes geworden. Gleicherweise sagt uns Epheser, dass wir tot waren in Vergehungen und Sünden (Eph 2,1).

2. Er hatte einen unreinen Geist (Mk 5,2)

Dieser Mann war besessen von einem unreinen Geist. Er war völlig der Macht Satans verfallen. Zudem wird die Sünde in ihrem unreinen Charakter vorgestellt. Der natürliche Mensch, der nicht wiedergeboren ist, ist völlig Satan ausgeliefert (wenn er auch nicht besessen ist) und kann nicht anders als sündigen. Durch die Sünde hat Satan die Macht über den Menschen gewonnen. „Jeder der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht“ (Joh 8,34).

3. Niemand konnte ihn mit Ketten binden (Mk 5,3), und niemand vermochte ihn zu bändigen (Mk 5,4)

Der Mensch empfindet sein Elend und versucht, dem zu begegnen. Wie oft hat man versucht, die Sünde zu „binden“ und zu „bändigen“. Verschiedene philosophische Richtungen haben versucht, das Böse zu bändigen. Andere haben sich hinter Mauern in ein Kloster eingeschlossen – doch die Sünde in ihnen kam mit. Nein, aus eigener Kraft schafft der Mensch es nicht, der Sünde zu begegnen. Dazu braucht es immer noch das Wunder der Neugeburt, die nur Gott bewirken kann.

4. Er schrie, Tag und Nacht (Mk 5,5), er zerschlug sich mit Steinen (Mk 5,5) und er war wütend sowie eine Gefahr für andere (Mt 8,28).

Die letzten Punkte weisen uns die Unruhe und die Selbstzerstörungskraft der Sünde auf. Ruhe und Frieden ist nur bei dem zu finden, der gesagt hat: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Mt 11,28). Dass die Sünde zerstörerisch ist, stimmt sowohl für die Zeit als auch für die Ewigkeit. Nicht immer tritt das im gleichen Maß und Art auf. Eindeutig sehen wir es bei Alkoholabhägigkeit oder Drogenkonsum. Aber auch bei solchen, die nicht in offener Sünde leben, führt die Sünde, wenn wir in ihr verharren, zur Selbstzerstörung. „Der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Röm 6,23). Wer nach dem Fleisch lebt, wird sterben (Röm 8,13).

Menschlich gesehen war der Fall des Gardarener hoffnungslos. Und so war unserer. Wenn nicht die Gnade und Barmherzigkeit unseres Heiland-Gottes uns begegnet wäre, wir würden heute noch ein Leben unter der Macht Satans und der Sünde verkauft führen. Nichts anderes als das ewige Gericht würde uns erwarten. Und doch, wer fasst dies Glück, den kennenzulernen, der wirklich frei macht (Joh 8,36).

Wir, die wir selber so einen Wechsel und so eine Befreiung erfahren haben, sollten wir nicht auch darin dem Gardarener gleich sein und hingehen und anfangen, den Menschen zu erzählen, wie viel der Herr Jesus an uns getan hat? So wie er haben wir einen klaren Auftrag. Der Herr hat uns nach unserer Bekehrung eben nicht direkt zu sich in den Himmel geholt. Nein, er hat uns hier auf der Erde gelassen und uns einen Auftrag gegeben: „Geht hin in die ganze Welt und predigt der ganzen Schöpfung das Evangelium“ (Mk 16,15; vgl. Mt 28,19; Lk 24,47; Joh 20,21; Apg 1,8). Wie haben die Jünger damals reagiert? „Sie aber gingen aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte“ (Mk 16,20).

Kennzeichnet uns auch dieser prompte Gehorsam?

Friedemann Werkshage

Gesammelte Brocken (176)

Sa, 12/09/2017 - 00:01

In § 73 des Grundgesetzes findet sich das, was Juristen die Ewigkeitsklausel nennen. Das bedeutet: Manche Bestimmungen dürfen nicht geändert werden. Dazu gehört, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Für die ganze Bibel gilt die Ewigkeitsklausel, und zwar in dem umfassendsten Sinn. „In Ewigkeit, Herr, steht dein Wort fest in den Himmeln“ (Ps 119,89).

In einem SPIEGEL-Kommentar war neulich von der Unruhe unter den Menschen die Rede, die von dem Gefühl herrührt, dass das nächste große Update der Menschheit bevorstehe. Das nächste große Update ist aber in Wahrheit ein Downgrade. Es ist die Version: Welt666.

Der Staat bemüht sich seit Jahren, mehr Männer als Erzieher und Lehrer zu gewinnen, weil die Polarität der Geschlechter für die Entwicklung der Kinder wichtig ist. Und in der „Ehe“ soll das dann unwichtig sein? Da können dann die Kinder zwei „Väter“ und zwei „Mütter“ haben?

Die grundlegende Fundamente, die wir ganz am Anfang der Bibel finden, werden heutzutage rundweg geleugnet: 1. Mose 1: Gott ist der Schöpfer. 1. Mose 2: Die lebenslange Einheit von Mann und Frau. 1. Mose 3: Der Mensch ist ein Sünder.

Thema Heiliger Geist – Fragen und Antworten

Fr, 12/08/2017 - 00:01

Bibelstellen: 2. Korinther 1,22; Epheser 1,13; Epheser 4,30; 1. Johannes 2,20.27

Fragen

1.) Hatten die Gläubigen des Alten Testaments auch den Heiligen Geist in sich wohnend (vgl. z.B. 2. Mo 35,30.31)?

2.) Nenne Stellen aus dem Neuen Testament, die ausdrücklich sagen, dass der Heilige Geist in dem Christen wohnt.

3.) Die Bibel sagt, dass der Gläubige mit dem Heiligen Geist versiegelt wurde. Worum geht es bei dem Siegel (2. Kor 1,22; Eph 1,13; 4,30)?

4.) Die Bibel sagt, dass der Gläubige mit dem Heiligen Geist gesalbt wurde. Worum geht es bei der Salbung (2. Kor 1,21; 1. Joh 2,20.27)?

5.) Die Bibel sagt, dass der Gläubige den Heiligen Geist als Unterpfand empfangen hat. Worum geht es bei dem Unterpfand (2. Kor 1,22; 5,5; Eph 1,14)?

6.) Wie lange wird der Heilige Geist bei uns sein?

7.) Der Heilige Geist ist eine göttliche Person und eine Kraft für uns. Beweise beide Aussagen anhand der Schrift.

8.) Was bedeutet es, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden (Lk 1,41.67; Apg 4,8; 13,9 etc.), und was bedeutet es, voll Heiligen Geistes zu sein (Lk 4,1; Apg 11,24)?

9.) Was kann ich tun, damit der Heilige Geist mehr Wirkung in meinem Leben entfaltet?

Antworten

1.) Nein, das hatten sie nicht. Der Geist wirkte wohl in ihnen, aber der Geist wohnt erst seit Pfingsten in der Versammlung und in dem einzelnen Gläubigen.

2.) Röm 8,9; 2. Tim 1,14; Jak 4,5; 1. Kor 6,19.

3.) Das Siegel spricht davon, dass eine Person, die mit Autorität bekleidet ist, eine Sache dauerhaft als ihr Eigentum kennzeichnet und es damit auch vor Schaden sicherstellt (vgl. Off 7,1).

4.) Im AT wurden Könige, Priestern und Propheten gesalbt. Das spricht von Würde, Weihe und Wissen – das erlangen wir durch den Geist Gottes.

5.) Das Unterpfand spricht von der Garantie, dass wir im Herrlichkeitsleib unser schönes Erbe, von dem wir jetzt schon einen Vorgeschmack haben, auch einmal wirklich antreten dürfen. Der innewohnende Geist bürgt dafür.

6.) Er wird immer bei uns sein (Joh 14,16).

7.) Lk 24,49 und Apg 1,8 und Röm 15,13 verbinden das Empfangen des Geistes ganz klar mit Kraft. Dass der Heilige Geist eine Person ist, geht aus vielen Stellen hervor. Apg 5,3 macht klar, dass man den Heiligen Geist belügen kann, und das kann nur von einer Person gesagt werden; und die Lüge wird ausdrücklich als eine Lüge gegen Gott bezeichnet (Apg 5,4).

8.) Das Erfülltwerden steht mehr mit einer konkreten Tätigkeit in Verbindung, während es bei dem „Voll-Heiligen-Geistes-Sein“ um einen Zustand geht. So wurden Elisabeth und Zacharias für ihre Prophezeiung mit dem Geist erfüllt, während von Barnabas gesagt wurde, dass er ein Mann voll Heiligen Geistes war (ohne eine konkrete Tätigkeit zu nennen).

9.) Ich sollte Dinge aus meinem Leben räumen, die ihn betrüben (Eph 4,30); und ich sollte auf den Herrn im Himmel schauen, dessen Verehrung der Geist Gottes immer sucht (2. Kor 3,18).

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (175)

Do, 12/07/2017 - 00:01

In der Schöpfung macht Gott aus dem Nichts etwas. In der Vergebung macht er aus dem Etwas nichts. (Arno Backhaus)

Es ist immer einfacher, der Versuchung auszuweichen, als ihr zu widerstehen. (Randy Alcorn)

Eva war das letzte Geschöpf der ersten Schöpfung. Die Versammlung ist das letzte Meisterwerk Gottes der neuen Schöpfung. Als Paulus über die Versammlung schrieb, war das Wort Gottes den Gegenständen nach vollendet (Kol 1,23).

Wenn Menschen sterben, verlieren sie an sich alles. Aber als Christus starb, hat er sich unendlich viel erworben.

Die Versammlung (Gemeinde) war sozusagen der erste Gedanke Gottes, aber wurde als letzter offenbar (vgl. Eph 3).

Beschäftigt mit IHM

Mi, 12/06/2017 - 00:01

Bibelstellen: 2. Petrus 3,18

Am Ende seines zweiten Briefes wünscht der Apostel Petrus, dass die Gläubigen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus wachsen (2. Petrus 3,18). In der Tat ist das auch das große Ziel des Heiligen Geistes. So sagte der Herr Jesus im Blick auf den Heiligen Geist: „Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und euch verkündigen“ (Johannes 16,14).

Die Beschäftigung mit dem Herrn Jesus ist dabei von dreifacher Bedeutung für uns:

  1. 1.     Wachstum

Die Erkenntnis des Herrn Jesus ist unmittelbar mit geistlicher Erkenntnis und Wachstum verbunden. Wenn wir geistlich wachsen möchten, so können wir das nur in Verbindung mit der Erkenntnis der Person des Herrn tun.

  1. 2.     Vorbild

Obwohl das Leben und Sterben des Herren Jesus von viel weiterer und tieferer Bedeutung ist, ist er in seinem Leben und Sterben auch eine Vorbild für uns, an dem wir uns ein Beispiel nehmen sollen: „Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt“ (1. Petrus 2,21). Auch die Philipper werden von dem Apostel Paulus ermahnt, dass diese Gesinnung der Demut und des Gehorsams und der Entschiedenheit, wie sie in dem Herrn Jesus zu finden war, auch bei ihnen zu sehen sein sollte (vgl. Philipper 2,5). Wie schön, wenn wir mit dem Apostel Paulus sagen können: „Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi“ (1. Kor 11,1).

  1. 3.     Priesternahrung

Zentrum aller Gedanken und allen Handelns des Vaters ist der Sohn. Er ist der „Geliebte“, in dem Er all sein Wohlgefallen hat. Was auch immer wir empfangen haben – es findet seine Grundlage in dem Sohn. Wenn der Israelit damals Tieropfer brachte, so dürfen wir heute den vor den Vater bringen, von dem diese Tieropfer redeten. Als eine heilige Priesterschaft dürfen wir „geistliche Schlachtopfer“ darbringen „Gott wohlangenehm durch Jesus Christus“ (1. Petrus 2,5). Daher ist die Beschäftigung mit dem Herrn Jesus für uns auch Priesternahrung. Sie befähigt uns, als Anbeter vor Gott zu treten und so mit ihm Gemeinschaft zu haben.

Wir können noch hinzufügen, dass die Beschäftigung mit der Person des Herrn uns befähigt, die Dinge dieser Erde im rechten Licht zu sehen (vgl. Philipper 3). Es wird uns vor sündigen Wegen bewahren, uns Kraft und Entschiedenheit für treue Jüngerschaft geben (vgl. Joseph von Arimathia, Johannes 19,38) und träge, freudlose und demotivierte Herzen zu brennenden Herzen machen (vgl. Lukas 24). Ist er es nicht wert, dass wir uns mehr mit ihm beschäftigen?

Friedemann Werkshage

Ich bin mit dir!

Di, 12/05/2017 - 00:01

Bibelstellen: 1. Mose 26,24

Sieben Personen finden wir in der Bibel, denen Gott die bedingungslose Verheißung gegeben hatte, dass er mit ihnen sein würde.

Diese Ermunterungen bekamen konkret:

  • Isaak (1. Mo 26,24)
  • Jakob (1. Mo 28,15; 31,3)
  • Mose (2. Mo 3,12)
  • Josua (5. Mo 31,8; Jos 1,5.9)
  • Gideon (Ri 6,12.16)
  • Jeremia (Jer 1,8),
  • Paulus (Apg 18,10)

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch das Volk Israel diese Zusage bekam (Jes 41,10; 43,5); ebenfalls Jerobeam, doch bei ihm wurde sie mit einer Bedingung verknüpft (1. Kön 11,38).

Wenn wir die verschiedenen Stellen nachschlagen, dann sehen wir, dass Gott das sagte angesichts der Feindseligkeiten der Menschen, angesichts der Gefahren eines langen Weges und angesichts der Herausforderungen eines schwierigen Dienstes. Oft sagte Gott das, wenn Furcht sich des Herzens der Diener Gottes bemächtigen wollte.

Wie großartig ist es, dass Gott selbst mit ihnen war. Und dass er auch mit uns ist. Das müsste doch für jedes Problem genügen. Gott geht mit! Wenn wir Gott mit unseren Augen sehen könnten, dann würden wir doch sicher in Ruhe und Mut durch alles hindurchgehen. Aber wir können ihn nur im Glauben sehen; und weil es uns an Glauben mangelt, sind wir durch seine Gegenwart nicht so getröstet, wie wir es sein sollten.

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (174)

Mo, 12/04/2017 - 00:01

Naga ist im Hinduismus und im Buddhismus das sanskritische Wort für das Göttliche – in Form einer großen Schlange. Die buddhistische Naga hat die Gestalt einer großen Kobra. Die Naga, die Buddha während der Meditation schützt (wie das verschiedentlich dargestellt wird), ist als Mucilanda bekannt. Man glaubt, dass Mucilanda sich als Sitzkissen und Schutz dem Buddha angeboten hat, nachdem dieser unter einem Baum erleuchtet worden ist. Diese Sage zeigt allein schon klar, wer hinter der „Erleuchtung“ des Buddhas steht und dass sein Licht nur Finsternis ist.

An einem verfallenen Bauernhaus im Gebirge findet sich folgender Vers aus dem Jahr 1828: „Ich leb’ und weiß nicht, wie lang. Ich sterb’ und weiß nicht, wann. Ich reis’ und weiß nicht, wohin. Mich wundert’s, dass ich so fröhlich bin.“ Ja, wir können nicht wissen, wie lange wir leben und wann unser letztes Stündlein schlagen wird. Aber wohin die Reise geht, das können wir wissen. Und wenn das Ziel „Himmel“ heißt, dann brauchen wir uns über unsere Freude nicht mehr zu wundern.

Ich bin der Gott Abrahams

So, 12/03/2017 - 00:01

Bibelstellen: 1. Mose 26,23-25

Als Isaak aus dem Land der Philister nach Beerseba zurückkehrte, erschien ihm dort der Herr und sagte: „Ich bin der Gott Abrahams“ (1. Mo 26,24).

Wenn Gott sich so vorstellt, dann dürfen wir damit drei Sichtweisen verbinden, die bei Isaak auch eine dreifache Reaktion auslösen:

1. Offenbarung

Gott sagt gleichsam: Ich bin der Gott, der sich im Leben Abrahams offenbart hat. – Wenn wir an Abraham, Isaak und Jakob denken, dann sehen wir bei Abraham, dass sich Gott als Gott, der Vater, offenbart hat und bei Isaak als Gott, der Sohn (z.B. in den Begebenheiten 1. Mose 22 und 24). Im Leben Jakobs hat sich Gott als Gott, der Heilige Geist, offenbart, der aus einem Überlister einen Anbeter machen kann.

Uns hat Gott sich als der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus offenbart. Christus ist die volle Offenbarung Gottes, die „Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens“ (Heb 1,3).

Reaktion Isaaks: „Er baute dort einen Altar.“ Wenn wir die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi sehen, kann nur Anbetung die passende Reaktion sein.

2. Beziehung

Der Gott Abrahams ist der Gott, den Abraham seinen Gott nennen durfte. Ihn hat er in den unterschiedlichsten Situationen erlebt, ihm hat er gehorcht und vertraut und vertrauten Umgang mit ihm gepflegt.

Welch ein Glück, dass wir diesen Gott auch unseren Gott nennen dürfen. Vielfach hat er seine Wundertaten und Gedanken gegen uns erwiesen (Ps 40,6). Wir dürfen ihm in jeder Situation vertrauen.

Reaktion Isaaks: „Er rief den Namen des Herrn an.“ Unser Vertrauen gegenüber unserem Gott drücken wir aus, wenn wir vertrauten Umgang mit ihm pflegen und ihm im Gebet alles sagen, was auf unserem Herzen ist.

3. Anerkennung

Abraham, Isaak und Jakob lebten als Fremdlinge im verheißenen Land. Gott hatte sie zwar in das Land gerufen, ihnen aber „auch nicht einen Fußbreit“ des Landes gegeben (vgl. Apg 7,5). Ihr Glaube schloss daraus, dass Gott ein himmlisches Vaterland für sie bereitet hatte. Dass sie sich so deutlich zu ihrer Fremdlingschaft bekannten (vgl. 1. Mo 23,4; 28,4; 47,9) und sich nach der himmlischen Heimat sehnten, anerkannte Gott, indem er sich nicht schämt, ihr Gott genannt zu werden (vgl. Heb 11,13–16).

Reaktion Isaaks: „Er schlug dort sein Zelt auf.“ Er blieb seinem Fremdlingscharakter treu. Auch wir sind auf der Erde „Fremdlinge und ohne Bürgerrecht“ (1. Pet 2,11) und freuen uns auf unsere himmlische Heimat. Und diesen Fremdlingscharakter wollen wir beibehalten, denn wir wissen, dass wir Gott dadurch ehren und dass er sich nicht schämen wird, sich unser Gott zu nennen.

Marco Leßmann

Ich bin herabgekommen

Sa, 12/02/2017 - 00:01

Bibelstellen: 2. Mose 3,7-10

Bevor Gott Mose zum Befreier seines irdischen Volkes beruft, lässt er ihn teilhaben an den Empfindungen seines Herzens seinem Volk gegenüber. Die große Not seines Volkes unter der Herrschaft der Ägypter war ihm nicht entgangen. Das Elend seines Volkes hatte er gesehen, sein Schreien gehört und seine Schmerzen kannte er. Nun war er herabgekommen, um es durch Mose aus der Hand der Ägypter zu befreien und in ein gutes und geräumiges Land hinaufzuführen (2. Mo 3,7–10.16.17).

In diesen Versen sehen wir sowohl das tiefe Mitempfinden des Herrn mit seinem Not leidenden Volk als auch seine zu Herzen gehende Herablassung, um seinem Volk zu Hilfe zu kommen. Darin erkennen wir ein schönes Vorausbild auf das (Herab-)Kommen des Herrn Jesus, um sein (irdisches) Volk zu befreien und von ihren Sünden zu erretten (Mt 1,21).

So wie der Herr damals (im Geist) herabkam, um sein unterdrücktes und versklavtes Volk aus der Hand der Ägypter zu befreien und in ein fruchtbares Land zu führen, so ist der Herr Jesus in der Fülle der Zeit als Mensch auf die Erde herabgekommen, um uns aus der Knechtschaft Satans zu befreien und uns von unseren Sünden zu erretten. Er sah unseren elenden und hoffnungslosen Zustand unter der Herrschaft Satans und kannte unsere große Sündennot.

Aber Mitempfinden allein hätte uns nicht helfen können. Deshalb kam der Herr Jesus zur bestimmten Zeit zu uns herab, indem er wahrer Mensch wurde, um uns durch sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha aus der Knechtschaft zu befreien und uns von unseren Sünden zu erretten. Aber noch mehr: Er kam zu uns herab, um uns von der Erde zu sich in den Himmel zu führen und uns ein himmlisches Erbteil zu geben – „ein gutes und geräumiges Land, ein Land, das von Milch und Honig fließt“ (vgl. Heb 11,16; 1. Pet 1,4).

Was für einen wunderbaren Herrn haben wir doch! Der nicht versucht hat, uns aus der Ferne zu helfen – das wäre auch gar nicht möglich gewesen, sondern zu uns in unsere Umstände herabgekommen ist (vgl. Heb 2,14). Der an unserem ganzen Elend und unserer ganzen Not teilgenommen hat (vgl. Jes 63,9; Heb 4,15). Und der uns einmal vollständig daraus befreien und zu sich in die Herrlichkeit führen wird, damit, wo er heute schon ist, auch wir einmal sein werden (Joh 14,3). Welch ein herrlicher Augenblick wird das sein!

Daniel Melui

„Ich aber habe für dich gebetet“

Fr, 12/01/2017 - 00:01

Bibelstellen: Lukas 22,32

Petrus war auf keinem guten Weg (Lk 22,33). Zweifelsohne, er liebte seinen Herrn. Doch in seiner Selbstsicherheit dachte er, dass er jeder Versuchung aus eigener Kraft widerstehen könnte. Wer vermag da zuerst einen Stein zu werfen? Wie oft haben wir wohl schon die Schwachheit unserer menschlichen Natur, die Bosheit unseres Fleisches und Satans Macht unterschätzt? Wie oft haben wir wohl schon, statt auf Gottes Gnade zu bauen, gedacht, wir könnten mit eigener Kraft vorangehen?

Eigentlich ist unsere Verantwortung noch größer als die des Petrus – haben wir doch durch Petrus’ Geschichte Gottes eindeutige Warnung, wohin Selbstvertrauen und Selbstsicherheit führen. Und doch – wie oft haben wir schon „geschlafen“, wo wir doch im Gebet hätten „wachen“ sollen?

Bemerkenswert ist, wie der Herr mit seinem Jünger umgeht. Satan mag an Petrus herantreten, mag ihn versuchen, ihn zu Fall bringen und ihn von seinem Herrn abziehen wollen. Aber unser Herr betete für seinen Jünger, dass sein Glaube nicht aufhören würde (Lk 22,32). Später dürfen wir sehen, dass Petrus, völlig wiederhergestellt, sein Vertrauen in den Herrn nicht verloren hatte. Und so durfte er ein Werkzeug Gottes werden, um „seine Brüder“ zu stärken. Petrus hatte aus eigener Erfahrung gelernt, dass eine vollkommene Gnade in dem Herrn zu finden ist, die selbst einem wie ihm, Petrus, der seinen Herrn verleugnet hatte, zur Verfügung stand.

Der Herr warnt seinen Jünger deutlich. Doch zusätzlich betet er für ihn. Es mag sein, dass wir sehen, wie ein Gläubiger einen offensichtlich schriftwidrigen, bösen Weg einschlägt. Es wäre falsch verstandene Liebe, würden wir ihn nicht warnen. Die Liebe gebietet gerade eine Warnung. Doch wie im Fall von Petrus kann es sein, dass die Warnung in den Wind geschlagen wird und unbeachtet bleibt. Wir müssen dann so jemanden gehen lassen. Aber unser Gebet wird ihn weiter begleiten. Darin wird sich dann wahre Liebe zeigen.

Es mag übrigens auch sein, dass ein Gläubiger einen Weg gehen möchte, der nicht offensichtlich gegen Gottes Wort ist, der nicht böse ist, bei dem wir dennoch unsere Bedenken haben. Wir sehen, da ist Liebe zum Herrn, da ist Motivation, Eifer und Energie. Aber vielleicht befürchten wir falsche Motive und falsche innere Einstellungen. Vielleicht ist uns das alles zu schnell, zu unnüchtern, zu extrem, zu anders, zu neu, zu ungewohnt. Dann lasst uns für so einen ernsthaft beten, dass der Herr das Gute nimmt und in gute Bahnen lenkt und dass der Herr, was das übrige angeht, seinen Jünger in seine Schule nimmt. Wir dürfen sicher sein – der Herr wird es tun. Wir aber wollen vorsichtig sein, nicht, dass wir demotivierend und hindernd sind. Nichts kann aber schöner sein, jemandem zu sagen, dass man für ihn und seinen Weg betet. Dann motivieren wir in der rechten Weise und dürfen doch gleichzeitig die Angelegenheit der Weisheit und Fürsorge des Herrn anbefehlen.

Friedemann Werkshage

Du aber

Do, 11/30/2017 - 00:01

Bibelstellen: 2. Timotheus 3,10.14; 2. Timotheus 4,5

„Du aber“ zeigt einen Gegensatz auf. Wenn andere dies tun, mach du es anders. Wenn andere so reden, rede du anders. Wenn andere so und so denken, denke du anders darüber. Bedeutet das nun, anders zu sein aus reiner Opposition oder um zu provozieren? Nein, niemals!

Die Aufforderung oder der Appell „du aber“ ergeht durch Paulus an Timotheus dreimal im 2. Timotheusbrief. Paulus empfindet, wie manche Gläubige das Glaubensgut nicht mehr festhalten, und er sieht die traurige Entwicklung innerhalb der Christenheit voraus. In Kapitel 3 spricht er von den letzten Tagen. Das sind die Tage, in denen wir heute leben. Und damit gilt die Aufforderung des Apostels für jeden Gläubigen heute, der treu seinen Weg mit dem Herrn Jesus gehen möchte. Wenn die Masse, und darunter viele, die nur dem Namen nach Christen sind, von dem Wort Gottes abweicht, dann wirst du, dann werde ich aufgerufen, treu zu sein.

„Du aber hast genau erkannt meine Lehre, mein Betragen, meinen Vorsatz, meinen Glauben, meine Langmut, meine Liebe, mein Ausharren“ (2. Tim 3,10).

Timotheus hatte durch die Arbeit mit dem Apostel Paulus genau gesehen, wie dieser sich verhalten und was er gelehrt hatte. Er unterschied sich deutlich von denen, die ihren eigenen Vorteil suchten. Timotheus hatte in Paulus ein Vorbild für das praktische Leben mit dem Herrn Jesus, dem er nacheifern sollte.

„Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast“ (2. Tim 3,14).

Das, was Timotheus von Paulus gelernt hatte, stützte sich auf direkte Offenbarungen Gottes. Gottes Wort gibt Sicherheit in einer unsicheren Zeit. Es ist das Fundament des Glaubens. Wenn wir davon überzeugt sind, geben wir es nicht für andere Dinge auf. Die Zeit ändert sich, sein Wort nicht. Es gilt, darin zu bleiben.

„Du aber sei nüchtern in allem, leide Trübsal, tu das Werk eines Evangelisten, vollführe deinen Dienst“ (2. Tim 4,5).

Nüchtern sein bedeutet, sich nicht durch Leidenschaften und Gefühle beherrschen zu lassen. Damals und heute wollten viele nur das hören und tun, was ihnen gefiel, was „in“ war. Timotheus sollte den von Gott gegebenen Auftrag treu ausführen, denn die Wahrheit Gottes bleibt unverändert. Sie stellt den Menschen in das Licht Gottes, sie spricht Herz und Gewissen an. Gottes Wort ist und bleibt lebendig und wirksam.

Nahe bei dem Herrn Jesus zu sein, die Wahrheit festzuhalten, ihm treu zu dienen – das wird uns dann von der Masse unterscheiden. Wir können dabei nicht mit der Zustimmung der Menschen im Allgemeinen rechnen, aber mit der Zustimmung Gottes.

Sogar unter den wahren Kindern Gottes gab es damals nur noch wenige, die treu zum Zeugnis des Herrn und zu seinem Zeugen, Paulus, standen. Alle, die in Asien waren (das war die römische Provinz Asia Proconsularis, die in etwa das Gebiet der heutigen Türkei umfasste), hatten sich von Paulus abgewandt (2. Tim 1,15), Demas hatte ihn verlassen (2. Tim 4,10) und bei seiner Verantwortung vor Gericht stand ihm niemand bei (2. Tim 4,16). Das hat den Apostel tief geschmerzt. Timotheus, Onesiphorus (2. Tim 1,16) und Lukas (2. Tim 4,11) waren ermunternde Ausnahmen.

Der Herr appelliert damit auch an dich und mich: „du aber“. Lasst auch uns heute, „die Wahrheit festhalten in Liebe“, damit wir „heranwachsen zu ihm hin“ (Eph 4,15) und „zu jedem guten Werk völlig geschickt“ sind (2. Tim 3,17). Wir erfreuen ihn damit. Willst du dich aufmachen? Egal, was die Masse tut? Beginne heute!

Dirk Mütze

Gesammelte Brocken (173)

Mi, 11/29/2017 - 00:01

„Ich möchte durch meine Werke nicht Unsterblichkeit erlangen, sondern ich möchte Unsterblichkeit erlangen, indem ich nicht sterbe“, sagte einmal Woody Allen. Dieser Wunsch nach Unsterblichkeit und nach ewigem Leben ist verständlich. Und er kann gestillt werden: durch den Glauben an das Evangelium. Denn der Heiland ist erschienen und hat den Tod zunichtegemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht durch das Evangelium (2. Tim 1,10).

Frieden und Freude sind kompatibel mit Leiden, aber nicht mit Auflehnung gegen Gottes Willen.

Wer nur auf die Probleme sieht und über sie beständig redet, bekommt Unruhe und Unfriede als Dauergäste.

Wer Gott durch die Brille der Umstände sieht, hat keine klare Sicht.

Abweichen zur Rechten oder zur Linken

Di, 11/28/2017 - 00:01

Bibelstellen: Jos 1,7

Mehrfach werden wir in der Schrift dazu ermahnt, dass wir das ganze Wort Gottes tun und nicht davon abweichen wollen, weder zur Rechten noch zur Linken (Jos 1,7). Das Abweichen zur Rechten und zur Linken kann man sehr gut mit einer zweifachen Gefahr verbinden, die wir mehrfach in der Bibel finden: mit dem Hinzufügen und mit dem Wegnehmen von Gottes Wort (5. Mo 5,32 und 5. Mo 13,1).

Schon die alten Rabbiner verbanden das Zur-Rechten-Abweichen mit dem Hinzufügen zu dem Wort Gottes und das Zur-Linken-Abweichen mit dem Weglassen.

Das Abweichen nach rechts zeigt sich stark bei den Pharisäern: Ihre Traditionen waren wie eine Nebelwand, die das Licht des Wortes Gottes verhüllten (Mt 15,6). Das Abweichen nach links zeigt sich sehr deutlich bei den Sadduzäern: Sie glaubten vieles nicht, was Gott offenbart hat, und leugneten beispielsweise die Auferstehung und die Existenz von Engeln (Apg 23,8).

Viele Kinder Gottes glauben an die wörtliche Inspiration der Bibel und haben mit diesem Problem direkt anscheinend nichts zu tun. Und doch können auch wir in einem mehr praktischen Sinn etwas hinzufügen und wegnehmen.

Wir fügen hinzu, indem unsere Ansichten, die wir biblisch nicht wirklich belegen können, als die einzig richtige ansehen. Dies geschieht auch dann, wenn wir Traditionen als unumstößlich betrachten. Auch konstruierte Auslegungen gehören dazu, z.B. Lehrgebäude, die nur auf alttestamentlichen Vorbildern fußen.

Wir nehmen weg, indem wir das „Ausnahmeargument“ anführen: Wir sagen dann leichtfertig, dass Gott eine Ausnahme bei mir machen würde. Oder das „Familienargument“: Das Wort gilt in seiner ganzen Schärfe, bis es jemand aus der Familie betrifft. Ferner gibt es das „Haushaltungsargument“: Man überbetont die Lehre der Heilszeitalter, so dass man sich letztlich nur noch auf die Gefangenschaftsbriefe konzentriert. Auch das „kulturelle Argument“, das gern in Verbindung mit dem ersten Korintherbrief gebraucht wird, ist eine gefährliche „Waffe“ – man schiebt unliebsame Bibelstellen mit dem Hinweis beseite, dass sie nur für die damalige Kultur galten. Auch entkräftet man manche biblische Aussagen, indem man sagt, eine Aussage sei nicht wörtlich zu nehmen – denn der Buchstabe würde ja töten (und versteht nicht, dass um den Buchstabe des Gesetzes geht).

Wir wollen die Gefahr des Abweichens sehen und weder zur Rechten noch zur Linken abweichen. Unser Weg sei „mitten auf den Steigen des Rechts“ (Sprüche 8,20).

Gerrid Setzer

Gottes Botschaft der Liebe

Mo, 11/27/2017 - 00:01

Bibelstellen: Johannes 3,16

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Joh 3,16).

In diesem Vers finden wir das Evangelium Gottes in komprimierter Form. Es ist Gottes Botschaft der Liebe an eine verlorene Welt. Dieser Vers zeigt uns, was Gott getan hat, um den Menschen zu segnen. Er zeigt uns aber auch, was der Mensch tun muss, um errettet zu werden und in den Genuss des Segens zu kommen.

Was Gott tat

Gott hat seine Liebe zu der Welt (die Welt der Menschen) unter Beweis gestellt, indem er seinen einzigen Sohn (in den Tod) gab. Er hat ihn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben (Röm 8,32). Hätte er einen größeren Beweis seiner Liebe zu uns Menschen liefern können als die Gabe seines geliebten Sohnes (vgl. Mk 12,6; Lk 20,13)?

Die Größe der Liebe Gottes zeigt sich in der Größe seiner Gabe. Wenn wir wissen wollen, wie groß die Liebe Gottes ist, dann müssen wir anschauen, was Gott gegeben hat: Er hat den Sohn seiner Liebe, den Liebling seiner Seele, für dich und mich hingegeben (vgl. Kol 1,13; Jer 12,7). Er hat ihn in die Welt gesandt als Sühnung für unsere Sünden (vgl. 1. Joh 4,10). Das Größte und Liebste, was er hatte – seinen eigenen Sohn –, hat er für dich und mich in den Tod gegeben (vgl. 1. Mo 22,2). Mehr konnte er nicht geben, und weniger wollte er nicht geben. Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Was der Mensch tun muss

Gott hat alles getan, damit der Mensch nichts mehr tun muss. Das, was er getan hat, ist groß genug, dass es für die ganze Welt ausreicht, aber es kommt nur demjenigen zugute, der an seinen Sohn glaubt. Gottes Segensangebot richtet sich an alle Menschen, muss aber von jedem persönlich durch Glauben an den Herrn Jesus ergriffen werden.

Jeder, der an den Sohn glaubt, geht nicht verloren, sondern hat ewiges Leben. Er erhält die größte Gabe, die Gott zu vergeben hat: die Gabe des ewigen Lebens. Ewiges Leben ist das Leben des Herrn Jesus selbst (vgl. Joh 14,19; 1. Joh 5,20). Es ist von einer „anderen Art“ als das göttliche Leben der alttestamentlich Gläubigen. Auch sie hatten neues Leben, aber nicht „Leben in Überfluss“ (vgl. Joh 10,10). Das ewige Leben, das wir besitzen, hat seinen Sitz in dem auferstandenen Herrn und befähigt uns zur Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus (vgl. Joh 17,3; 20,22). Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Daniel Melui

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