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Aktualisiert: vor 22 Stunden 47 Minuten

Kirchenuhren auf Malta

Mi, 07/19/2017 - 00:01

Bibelstellen: Markus 4,1-20

Wer Malta besucht, kann mit der Uhrzeit durcheinander kommen. Denn auf etlichen Kirchtürmen sind die Zeiger nur aufgemalt und zeigen folglich immer die gleiche Zeit an. Was soll dieser Unsinn?

Die Begründung, warum das damals so gemacht wurde: Der Teufel sollte dadurch verwirrt werden, damit er nicht rechtzeitig zum „Gottesdienst" kommt und dort die Menschen davon abhält, die biblische Botschaft anzunehmen.

Dass der Teufel da ist, wo das Wort Gottes gepredigt wird, ist sicher so. Da, wo Samenkörner ausgestreut werden, sind die Saatkrähen nicht weit. Aber dass man den Teufel so einfach übers Ohren hauen kann, funktioniert natürlich nicht.

Wenn wir bereit sind, das Wort Gottes gerne zu befolgen, ist der Teufel machtlos. Wenn ein Samenkorn in gute Erde fällt, dann bringt es Frucht. Es kommt also nicht auf die Uhren, sondern auf die Herzen an, ob der Feind Erfolg hat oder nicht.

 

Gerrid Setzer

Gemeinschaft und Dienst

Di, 07/18/2017 - 00:01

Bibelstellen: Markus 3,13.14; 6,7.30-31

Bei der Berufung der zwölf Jünger durch den Herrn bekommen wir praktische Hinweise für unser Glaubensleben heute über Gemeinschaft mit ihm und Dienst für ihn.

1. „Sie kamen zu ihm" (Mk 3,13). Der Herr hatte seine Jünger gerufen und sie waren seinem Ruf gefolgt. So ist es auch bei uns. Er hat uns nicht nur errettet, es ist auch sein Wille, uns in seine Nachfolge zu berufen. Bist du diesem Ruf schon gefolgt? Ein wichtiges Kennzeichen der Jüngerschaft ist Gehorsam.

2. „Damit sie bei ihm seien" (Mk 3,14). Er möchte, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben. Das ist der erste Zweck der Jüngerschaft. Nachfolge hinter ihm her bedeutet, sich bei ihm aufzuhalten, den Blickkontakt zu halten, seinen Fußspuren nachzufolgen. Das haben die Jünger in den folgenden Kapiteln getan. Sie haben gehört, was er geredet hat. Sie haben gesehen, was er getan hat. Sie haben von ihrem Meister gelernt. Die Gemeinschaft mit ihm und das Lernen von ihm machte sie erst fähig, Dienst für ihn zu tun. Wir lernen: Gemeinschaft mit ihm ist Voraussetzung für den Dienst für ihn.

3. „Dass er sie aussende" (Mk 3,14). Das ist der zweite Zweck der Jüngerschaft oder Nachfolge. Er möchte jeden der Seinen gebrauchen, denn er hat eine Aufgabe für jeden von uns (z.B. 1. Kor 12,11; Eph 4,7). In diesem konkreten Fall sollte es die Aufgabe der 12 Jünger sein zu predigen und Dämonen auszutreiben. Wundergaben wie Dämonen austreiben oder Kranke heilen gibt es heute nicht mehr. Es waren Zeichen, die darauf hindeuteten, dass etwas Neues da war. Gott benutzte es, um die Predigt zu unterstützen (Heb 2,4). Wir dürfen uns die Aufgabe vom Herrn zeigen, die er für uns vorgesehen hat. Er uns auf der Erde gelassen, um seinen Auftrag auszuführen. „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen" (Eph2,10). Er allein sendet aus und er allein gibt die Aufgabe.

4. „Und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden" (Mk 6,7). Erst jetzt sendet der Herr die Jünger dann tatsächlich aus. Bis dahin waren sie bei ihm und haben gelernt. Es war eine längere Zeit, aber es war eine notwendige und gesegnete Vorbereitungszeit. Hervorragende Diener des Herrn wie Mose, Samuel, Joseph, Johannes der Täufer, Paulus wurden in der Stille von ihm vorbereitet für ihren Dienst. Es ist wahr, dass wir direkt nach unserer Bekehrung etwas für den Herrn tun können, zum Beispiel anderen von ihm weiterzusagen. Aber es ist genauso wahr, dass der Herr uns für besondere Dienste vorbereiten möchte. Wir wollen von ihm lernen und auf seinen Auftrag warten. Er sendet uns aus, wann, wie und wohin er will.

5. „Und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden" (Mk 6,7). Neben Diensten, die der Herr uns persönlich gibt, dürfen wir auch gemeinsam etwas für ihn tun. Da wir alle unterschiedliche Fähigkeiten und Gaben haben, gebraucht uns der Herr zuweilen zusammen, damit wir einander ergänzen. Gerade Petrus und Johannes, die charakterlich sehr unterschiedlich waren, finden wir immer wieder gemeinsam im Dienst. Da hat er vielleicht eine spezielle Aufgabe, die nur durch das Miteinander von Zweien getan werden kann. Und wir können uns besonders bei schwierigen Aufgaben gegenseitig Mut zusprechen und ermuntern.

6. „Und er gab ihnen ..." (Mk 6,7) Wenn der Herr uns eine Aufgabe gibt, dann rüstet er uns auch mit allem aus, was wir dazu brauchen. Er gibt Kraft nach Geist, Seele und Leib, die erforderliche Zeit und auch die notwendigen finanziellen Mittel. Er sorgt dafür, dass wir seinen Auftrag ausführen können. Auch darin dürfen wir ihm vertrauen.

7. „Sie versammeln sich bei Jesus" (Mk 6,30). Wie wichtig ist die persönliche Gemeinschaft mit ihm auch nach einem Dienst. Das ist der Moment, wo der Teufel oft versucht, uns zu Fall zu bringen. Nach deinem „erfolgreichen Glaubenskampf" ist die Gefahr groß, die Abhängigkeit von ihm zu vernachlässigen. Die Gemeinschaft mit ihm ist dauerhaft wichtig, als Ort der Bewahrung und als Ort des Segens.

8. „Und sie berichteten ihm alles" (Mk 6,30) Die Abhängigkeit zeigt sich vor allem im Gebet. Er weiß alles und doch hört er unsere Anliegen so gerne. Es bewahrt unsere Herzen auch in Demut. Wie leicht sind wir geneigt, vor anderen zu erzählen, was wir getan haben. Es ist ja sein Werk. Und so kommen wir zuerst im Gebet zu ihm. Dass es dann und wann auch Augenblicke gibt, wo es gut ist, den geschwisterlichen Austausch zu suchen, ist sicher richtig. Dann sollten wir darauf achten, dass dem Herrn alle Ehre gegeben wird und nicht wir uns etwas zuschreiben. So berichten Paulus und Barnabas nach ihrer Rückkehr von der ersten Missionsreise der Versammlung „was Gott mit ihnen getan und dass er den Nationen eine Tür des Glaubens aufgetan habe" (Apg 14,27).

9. „Kommt ihr selbst her an einen öden Ort für euch allein und ruht ein wenig aus." (Mk 6,31). Nach einem anstrengenden Dienst braucht es auch Zeiten der Ruhe. Und das ist gerade in der heutigen Zeit oft nicht einfach. An einem öden Ort hält nichts unsere Aufmerksamkeit fest, werden unsere Gedanken nicht mit anderen Aufgaben beschäftigt. An einem öden Ort gibt es kein Handy und keinen PC, da läuft kein Radio und da liegt keine Zeitung. Da sind auch keine anderen Menschen mit Fragen und Bedürfnissen. Dort sind wir allein mit ihm. Bevor wir wieder in der Lage sind, anderen zu dienen, müssen wir unseren „geistlichen Akku" aufladen. In der Stille von ihm genährt zu werden durch sein Wort, rüstet uns neu zu. Auch wenn die Ruhezeit manchmal - wie in der Begebenheit im Markusevangelium - nur sehr kurz ist, wir brauchen sie!

Allein aus der gelebten Gemeinschaft mit unserem Herrn kann wirklicher Dienst für ihn hervorgehen. Er wird dann zu seiner Ehre und Freude, zum Nutzen und Segen für andere und für uns selbst sein.

Dirk Mütze

Die Ecclesia Gottes

Mo, 07/17/2017 - 00:01

Bibelstellen: Apg 7,38; Apg 19,38.39; 1. Tim 3,15

Es gibt ein Wort, mit dem die Nationen, Juden und Christen (zu „biblischen Zeiten“) vertraut waren, obwohl sie alle etwas anderes darunter verstanden. Es ist das griechische Wort ecclessia, das im Deutschen meist mit „Versammlung“ oder „Gemeinde“ wiedergegeben wird. 

Das Wort ecclessia finden wir in Apg 19,38.39, wo es für die gesetzliche Versammlung verwendet wird, sowie in Apg 7,38, wo es um die Versammlung der Israeliten in der Wüste ging. 

Und dann gibt es auch die Versammlung Gottes (1. Tim 3,15). In diesem Sinn wird ecclesia vorwiegend im Neuen Testament verwendet. Alle Schreiber des Neuen Testaments benutzen es, mit Ausnahme von Judas, dem Bruder des Herrn. 

Der Erste, der von der Ecclesia Gottes gesprochen hat, war der Herr Jesus selbst in Matthäus 16,18. Er ist auch derjenige, der dieses Wort als Letzter verwendet hat (Off 22,16). 

Wir sehen schon allein daran, wie wichtig die Versammlung (die Summe aller Erlösten) in den Augen Gottes ist. Sie sollte auch wichtig in unseren Augen sein.

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (155)

So, 07/16/2017 - 00:01
  • Er starb, damit wir durch ihn leben (1. Joh 4,9)
  • Er starb, damit wir für ihn leben (2. Kor 5,15)
  • Er starb, damit wir mit ihm leben (Joh 14,2-3)

Gott war nie der Feind des Menschen. Er muss nicht mit Menschen versöhnt werden, sondern der Mensch mit ihm. Christus starb nicht, damit Gott mich lieben kann, sondern dass die Liebe mich erreichen kann.

Das Gesetz wendet sich an unsere Furcht, die Gnade wendet sich an unsere Zuneigungen.

Der Himmel steht offen, weil er für den Herrn in den drei Stunden der Finsternis verschlossen war. 

Wenn wir alle Wege Gottes erklären könnten, dann wären wir übermenschlich und Gott wäre weniger göttlich.

 

Erster und Letzter zugleich

Sa, 07/15/2017 - 00:01

Bibelstellen: 1. Kor 15,9; Eph 3,8; 1. Tim 1,15

Stelle alle Apostel in ihrer Arbeit für Christus der Reihe nach auf. Beginne mit dem treusten Apostel. Wer ist der Letzte in der Reihe? Paulus (1. Kor 15,9).

Stelle alle Heiligen der Reihe nach auf. Beginne mit dem treuesten. Wer ist der Letzte in der Reihe? Paulus (Eph 3,8). 

Stelle alle Menschen der Reihe nach auf. Beginne mit dem Menschen, der die meisten Sünden getan hat. Wer steht als Erster in der Reihe? Paulus (1. Tim 1,15).

So hat es der Apostel Paulus selbst gesagt. Und das waren keine Bonbons, die er verteilte, um den bitteren Geschmack von Arroganz zu übertünchen. Nein, das meinte er genau so, wie er es sagte.

In die Reihe der Apostel können wir uns nicht einreihen, aber in die Reihe der Heiligen und der Sünder schon. Wo, meinst du, ist dein Platz?

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (154)

Fr, 07/14/2017 - 00:01

Wir brauchen ein:
Volles Evangelium – Christus und nicht weniger
Einfaches Evangelium – Christus und nicht mehr
Klares Evangelium – Christus und nichts anderes

Der Herr möchte das abgestandene Wasser deiner Ehe in neuen Wein der Freude verwandeln (vgl. Joh 2).

Auf das Lamm hinsehen, um gerettet zu werden, ist eine Sache (Joh 1,29.36). Dem Lamm zu folgen, wohin irgend es geht, ist eine andere Sache (Off 14,4).

Ich arbeite dreimal so hart, seitdem ich verstanden habe, dass der Herr jederzeit kommen kann. (Nach D. L. Moody)

Seine überreiche Gnade und unsere übergroßen Bedürfnisse korrespondieren miteinander wie die Sonne und die Blume.

Das wahre Leben

Do, 07/13/2017 - 00:01

Bibelstellen: 1. Korinther 2,9

Neulich las ich folgende Werbung für ein Buch mit dem Titel 101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist:

Für alle, die neugierig aufs wahre Leben sind!

Haben Sie schon

                       jemandem das Leben gerettet?

                       mit bloßen Händen einen Fisch gefangen?

                       die 100 besten Bücher gelesen?

                       ohne Streichhölzer Feuer gemacht?

                       Lokalverbot bekommen?

Dieses originelle Buch zählt auf, was Sie erlebt haben müssen, um später am Himmelstor sagen zu können: Ich habe gelebt!

Doch wenn das Leben auf der Erde vorbei ist, spielt es dann überhaupt eine Rolle, was ich erlebt habe? Kommt es nicht vielmehr darauf an, wo ich die Ewigkeit nach meinem irdischen Leben verbringen werde? Dass ich das ewige Leben im Himmel genießen darf?

Die Bibel sagt, dass es genau eine Sache gibt, die ich im Leben getan haben muss: nämlich an den Sohn Gottes glauben. Denn wer Jesus Christus sein Leben anvertraut, bekommt ewiges Leben. Und dieses Leben in Ewigkeit übersteigt alle unsere kühnsten Vorstellungen: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz aufgekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1. Korinther 2,9).

Ich möchte später am Himmelstor sagen können: „Ich gehöre zu Jesus Christus, und er hat versprochen, dass ich für immer im Himmel bei ihm leben werde!“

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (153)

Mi, 07/12/2017 - 00:01

Walter Mill, ein gläubiger Mann im 16. Jahrhundert, wurde von kirchlichen „Würdenträgern“ gefragt, ob er seine vermeintliche Ketzereien widerrufen wolle. Sein Leben stand dabei auf dem Spiel. Er antwortete: „Ich würde lieber zehntausend Leben verwirken, bevor ich auch nur ein Quentchen von den himmlischen Grundsätzen aufgebe.“

Die Spuren des Herrn Jesus, der Er auf seinem Weg über die Erde hinterlassen hat, sind in der Bibel nachzulesen. Wir sollen sie mit geöffneten Augen betrachten und ihnen folgen (siehe 1. Petrus 2,21). Die Spuren der Wege Gottes mit den Seinen sind aber im Meer. Sie können nicht nachvollzogen werden. Wir können hier nur die Augen schließen und „glauben blind“ (siehe Psalm 77,20).

Auf vielen Gräbern steht: „Hier ruht in Frieden“. Der Körper mag da auch ruhig liegen, aber die Seele des Menschen, der unerlöst stirbt, wird nie in Frieden und Ruhe sein. „Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht.“

Von dem britischen König Charles II. – einem der übelsten Könige, die je einem Thron Schande gemacht haben – wird gesagt, dass er einmal einem Kaplan dessen einfache Predigt übelnahm. „Ich wäre Euch dankbar“, sagte er, „wenn Ihr die Art Eurer Predigten ändern würdet.“ – „Das werde ich tun, Eure Hoheit“, erwiderte der Kaplan, „wenn Ihr Eure Lebensweise ändern werdet.“

Zwei Rheumakranke

Di, 07/11/2017 - 00:01

Bibelstellen: Lukas 5,31.32

Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße. Lukas 5,31.32

Zwei Rheumakranke teilen sich in einem Krankenhaus das Zimmer und die starken Schmerzen. Zusammen werden sie in einem der Behandlungsräume fachgerecht versorgt. Jeder liegt in seiner Kabine auf der Liege; nur durch Vorhänge voneinander getrennt.

Der Therapeut beginnt bei dem ersten Patienten, der sich vor Schmerzen windet. Er kann es kaum ertragen und ist froh, als die Tortur endlich vorbei ist. Nun geht der Therapeut zu dem anderen Patienten. Der bleibt ganz ruhig, regungslos und unbeteiligt. Als die Behandlung zu Ende ist, fragt der Erste seinen Bettnachbar: „Sag mal, tut das bei dir nicht weh? Ich könnte vor Schmerzen die Wände hochgehen!“ – „Nein“, sagte der andere gelassen, „ich halte dem doch nicht mein krankes Bein hin!“

Auf den ersten Blick mag das schlau erscheinen, aber es ist natürlich sehr unvernünftig. Wer nicht zugeben will, dass er krank ist, verbaut sich den Weg zur Hilfe und Heilung.

Und wer leugnet, dass er ein Sünder ist, wird nicht die Vergebung der Sünden bekommen und ein Nachfolger des Herrn Jesus Christus werden. Denn Jesus ist nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße (Lukas 5,31.32). Mit den „Gerechten“ sind hier solche gemeint, die sich und anderen vormachen, dass bei ihnen alles in Ordnung ist. Sie wollen nicht wahrhaben, dass sie einen Retter brauchen. Ihnen kann der Herr Jesus nicht helfen: Sie werden die Last ihrer Schuld weiter mit sich herumschleppen und die ewigen Konsequenzen tragen müssen. 

Gerrid Setzer

Außerhalb des Lagers

Mo, 07/10/2017 - 00:01

Bibelstellen: Hebräer 13,13

In Johannes 10 stellt sich der Herr Jesus als der Hirte der Schafe vor, der seine eigenen Schafe mit Namen ruft und sie aus dem jüdischen Schafhof herausführt (Joh 10,3). Die Schafe, die an ihn glauben, führt er aus dem Judentum heraus und geht vor ihnen her. Die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen (Joh 10,4). Sie kennen nur seine Stimme, alle anderen Stimmen brauchen sie nicht zu kennen. Es genügt ihnen völlig, die Stimme des guten Hirten zu kennen. Darin liegt ihre völlige Sicherheit.

In Johannes 9 sehen wir am Beispiel des blindgeborenen Mannes, wie der Herr Jesus ein Schaf aus dem jüdischen Schafhof herausführt. Nachdem er dem Blindgeborenen die Augen des Leibes geöffnet hatte, öffnete er ihm auch Schritt für Schritt die Augen des Herzens. Der Geheilte begann, Zeugnis von der Person des Herrn abzulegen. Dies brachte ihm die Ablehnung von Seiten der Pharisäer ein, die ihn schließlich aus der Synagoge warfen (Joh 9,34). Außerhalb des jüdischen „Schafhofs“ fand er sich in der Gegenwart des Herrn wieder, der sich bereits draußen befand.

Im Johannesevangelium wird uns der Herr Jesus von Anfang als der Verworfene vorgestellt. „Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. Er kam in das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an“ (Joh 1,10.11). Er litt und starb außerhalb Jerusalems (vgl. Joh 19,17). Der Schreiber des Hebräerbriefs nimmt darauf Bezug und fordert die gläubigen Hebräer – und damit auch uns – auf, „zu ihm hinauszugehen, außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend“ (Heb 13,13).

Während das „Lager“ für die gläubigen Hebräer damals das christuslose jüdische System darstellte, dürfen wir heute sicherlich an die großen christlichen Religionssysteme unserer Zeit denken (vgl. Off 18,4). Wir sollen zu ihm hinausgehen – auch heute noch!

Daniel Melui

Das tägliche Brot

So, 07/09/2017 - 00:01

Bibelstellen: Matthäus 6,11

Unser nötiges Brot gib uns heute. Matthäus 6,11

Der Missionar G.C. Willis geriet während des Zweiten Weltkrieges in japanische Gefangenschaft. Eines Tages hängte er, nach viel Gebet, einen selbst gemachten Wandspruch im Speisesaal des Lagers auf. Der Spruch hieß:

Unser Vater,
der du bist in den Himmeln.
Geheiligt werde dein Name.
- - -
Unser tägliches Brot gib uns heute.

Natürlich gab das zunächst etwas Aufruhr. Aber der Spruch blieb viele Monate hängen. Doch eines Tages wurde er abgenommen und in eine Ecke gestellt. Am nächsten Morgen wurde verkündigt: „Heute gibt es keine Brotration. Die Bäckerei hat nichts geliefert.“

Am nächsten Tag war es genauso. Der Hunger und die Unzufriedenheit wuchsen. Als am dritten Tag erneut das Brot ausblieb, forderten viele Gefangene, dass der Spruch wieder aufgehängt würde. So geschah es – und am nächsten Tag kam tatsächlich Brot.

Monate vergingen. Dann wurde der Spruch mit einem Tuch zugehängt. Und was geschah? Die Brotration blieb aus. Schnell wurde der Vorhang von dem Spruch gezogen. Nach einiger Zeit verschwand der Wandspruch hinter dem Klavier – und erneut blieb die Brotration direkt danach aus!

Jetzt war es allen genug. Der Wandspruch wurde wieder aufgehängt, und niemand unternahm mehr den Versuch, ihn verschwinden zu lassen. Und nie mehr fehlte das tägliche Brot!

Gerrid Setzer

Fortschritte in der Erkenntnis des Herrn Jesus

Sa, 07/08/2017 - 00:01

Bibelstellen: Johannes 9

In Johannes 9 wird uns die Heilung des blindgeborenen Mannes berichtet. Zu Beginn des Kapitels sehen wir, wie der Herr Jesus diesem Mann begegnet und ihm die Augen öffnet (Joh 9,6-11). Der weitere Verlauf des Kapitels zeigt, wie der Herr Jesus das Werk an diesem Menschen fortführt und ihm nach und nach auch die Augen des Herzens öffnet. Schritt für Schritt wird der ehemals Blindgeborene weitergeführt und wächst dabei zunehmend in der Erkenntnis der Person des Herrn. Der Herr Jesus steht immer größer und herrlicher vor seinen Blicken, bis er schließlich zur Anbetung des Sohnes Gottes geführt wird (Joh 9,38).

Das geistliche Wachstum dieses Mannes wird ganz besonders in den Worten deutlich, die er gebraucht, um den Herrn Jesus zu beschreiben. In seinen Worten drückt er aus, was sein Verstand erkennt und sein Herz empfindet. Folgende Fortschritte lassen sich bei ihm feststellen:

• In Vers 11 bezeichnet er den Herrn als einen Menschen, genannt Jesus.
• In Vers 17 nennt er ihn einen Propheten.
• In Vers 31 beschreibt er ihn als jemanden, der gottesfürchtig ist und den Willen Gottes tut.
• In Vers 33 bezeugt er, dass Jesus von Gott ist.
• Nachdem er aus der Synagoge geworfen worden ist, findet ihn der Herr Jesus und offenbart sich ihm als der Sohn Gottes (V. 35).
• Schließlich anerkennt er ihn im Glauben als Herrn und wirft sich vor ihm nieder (V. 38).

Der Herr möchte auch dir und mir die Augen des Herzens öffnen. Er möchte, dass uns seine Person immer größer und kostbarer wird. Das in uns begonnene Werk möchte er gerne fortführen. Sind wir dazu bereit? Sind wir empfänglich für die Bemühungen seiner Liebe? Wachsen wir in der Erkenntnis seiner Person?

„Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus“ (2. Pet 3,18).

 

 

Daniel Melui

Die Normandie brennt

Fr, 07/07/2017 - 00:01

Bibelstellen: Apostelgeschichte 16,31

Das französische Passagierschiff „Normandie“ hatte im Jahr 1935 seine Jungfernfahrt. Dieser beeindruckende Kreuzfahrtdampfer war damals das modernste und eleganteste Schiff der Welt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die „Normandie“ von der US-Regierung beschlagnahmt. Sie entschied, den Dampfer in einen Truppentransporter umzugestalten. Bei den Umbaumaßnahmen fing der Dampfer plötzlich Feuer. Die Bauarbeiter waren hilflos und gerieten in Panik, weil sich kaum jemand mit dem französischen Schiff auskannte.

Die Nachricht vom Feuer verbreitete sich rasch, so dass Dutzende Helfer herbeieilten. In dem Chaos verweigerte man vielen Helfern den Zutritt zum Schiff. Darunter war auch ein Mann, der heftig zu weinen anfing.

Der Verzweifelte war Wladimir Yourkewitsch – der Konstrukteur des Schiffs! Er hätte gewiss zeigen können, wie das Schiff gerettet werden konnte! Doch ohne sein Wissen kämpfte man vergeblich gegen das Feuer, und die „Normandie“ sank im Hafen von New York.

Auch wir Menschen haben einen Konstrukteur, einen Schöpfer. Und dieser Schöpfer weiß genau, wie wir von unseren Sünden und von dem Feuer der Hölle gerettet werden können. Er hat uns in seinem Wort, der Bibel, einen einfachen Ausweg gezeigt: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden“ (Apg 16,31). Wenn wir aber dem Schöpfer den Zutritt auf unser Lebensschiff „verweigern“, sind wir verloren.

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (152)

Do, 07/06/2017 - 00:01

In der Ohnmacht liegt die Vollmacht.

Hirten geben Schafen kein Navigationsgerät, sondern gehen mit ihnen durchs dunkle Tal. Das ist richtungweisend für den Hirtendienst im Volk Gottes.

Die göttliche Mathematik für die Ehe lautet: 1+1=1

Mache das Kreuz von Golgatha zu einem festen Bezugspunkt in deinem Leben. Beurteile jede Schwierigkeit in deinem Leben von der Liebe her, die sich dort gezeigt hat.

Das Wort vom Kreuz ist für die Ungläubigen ein Rätsel – gewissermaßen ein unlösbares Kreuz-Wort-Rätsel.

Die gesamte Schöpfung erfährt ihre Motivation durch den Sohn Gottes. „Für ihn sind alle Dinge“ (Kol 1).

Divide et impera

Mi, 07/05/2017 - 00:01

Divide et impera (lateinisch für: teile und herrsche) ist eine Redewendung, die Ludwig XI zugeschrieben wird. Sie besagt, dass man ein Volk leichter beherrschen kann, wenn die Solidargemeinschaften möglichst klein sind. 

Hannah Arendt (1906-1975) schrieb nach dem Zweiten Weltkrieg ein vielbeachtetes Buch über Totalitarismus. Ein Standardwerk bis heute. Sie führt dort aus, dass totalitäre Staaten bewusst die Familien zerstören, um auf diese Weise mehr Herrschaft über den Einzelnen zu erlangen. 

Wenn man daran denkt, wie systematisch heute die klassische Familie (Mann und Frau mit ihren Kindern) torpediert wird, dann kann das (letztlich) keine guten Beweggründe haben, und es wird auch kein gutes Ende nehmen.

Letztlich ist die Zerstörung der Familien ein Punkt, der den Weg für den Alleinherrscher über Europa bereiten wird, der in naher Zukunft bis zum einzelnen Bürger diktatorisch durchregieren kann (das erste „Tier“ aus Off 13).

Wir Christen sollten vor diesem dunklen Hintergrund das Licht Gottes auf unsere Ehen und Familien scheinen lassen und durch unser Leben die unverständigen Menschen zum Schweigen bringen (1. Pet 2,15).

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (151)

Di, 07/04/2017 - 00:01

Der Herr Jesus wurde in seiner Menschwerdung das, was er vorher niemals war, und hörte dabei nicht auf, das zu sein, was er immer schon war (ewiger Gott). „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh 1,14).

Zwei Möglichkeiten für die Ewigkeit:

  • Du wirst nie mehr weinen! (vgl. Jes 30,19)
  • Du wirst nur noch weinen! (vgl. Mt 25,30)

Der, der die Wolken erschaffen hat, hat mehr Informationen über die Menschen als alle Cloud-Dienstleister zusammengenommen.

Christus ist alles (Kol 3,11), und wir sind nichts (2. Kor 12,11).

Von Chrysostomos von Konstantinopel wird berichtet, dass er auf eine drohende Botschaft der Kaiserin Eudoxia antworten ließ: „Gehe hin, sage Ihrer Majestät, dass ich nichts anderes fürchte, als zu sündigen.“

Auserwählt vor Grundlegung der Welt

Mo, 07/03/2017 - 00:01

Bibelstellen: Epheser 1,4

„Wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und untadelig seien vor ihm in Liebe“ (Epheser 1,4).

In Bezug auf den vorangehenden Vers 3 hat man oft gesagt, dass er gleichsam der Schlüsselvers unseres Abschnittes ist. Folgende Hauptpunkte seien noch einmal wiederholt:

  • Die Quelle aller Segnungen ist der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.
  • Wir besitzen diese Segnungen bereits, denn Gott hat uns bereits damit gesegnet.
  • Es gibt keine Segnung, die uns Gott in dem Herrn Jesus nicht gegeben hätte.
  • Dem Charakter nach sind die Segnungen geistlicher Natur.
  • Alle Segnungen, die wir haben, sind himmlischer Art.
  • Die Grundlage unserer Segnungen ist Christus, denn wir sind „in Christus“ gesegnet.

Der vor uns stehende Vers führt uns nun zurück „vor Grundlegung der Welt“. Er führt uns dorthin, wo es nichts und niemanden als den dreieinen Gott allein gab (vgl. Joh 1,1-3; Heb 11,3). Weder dieses Universum noch unsere Erde noch irgendein Mensch war da, noch gab es die Sünde. Das verdeutlicht uns noch einmal, dass alle Segnungen, die wir in dem Herrn Jesus bekommen haben, allein in Gott ihren Ursprung finden. Und genau dort, als es nichts und niemand anderes als den allein seligen Gott gab, hat Gott in seinem Herzen den Entschluss gefasst, Menschen auszuerwählen, dass sie „heilig und tadellos seien vor ihm in Liebe“.  

Wir beginnen zu verstehen, dass die ersten Verse des Epheserbriefes uns tatsächlich einen Blick in das Herz Gottes tun lassen. Jeder, der den Herrn Jesus als seinen persönlichen Retter angenommen hat, darf wissen, dass er durch Ihn Vergebung der Sünden und Errettung vor dem Zorn Gottes bekommen hat. Das hatten wir dringend notwendig. Doch darum geht es hier nicht. Es geht nicht darum, was wir notwendig hatten, sondern um den Segen, den Gottes Liebe uns in dem Herrn Jesus geben wollte. Und wozu hat Gott uns auserwählt!

Es ist schon wunderbar, dass Gott sich sündigen Menschen überhaupt zugewandt hat. Wäre es nicht großartig, wenn Gott uns nicht nur Vergebung und Errettung geschenkt hätte, sondern dann auch in jenen paradiesischen Zustand von Adam und Eva versetzt hätte? In der Tat, das wäre es. Aber das war nicht, was Gottes Liebe wollte. Adam und Eva waren vor dem Sündenfall in einem Zustand der Unschuld. Sie hatten noch nicht gesündigt und kannten Sünde nicht. Aber sie waren nicht heilig. Gemeinschaft mit Gott war möglich – allerdings nur in eingeschränkter Form. Gott selbst kam zu ihnen – aber dass Adam und Eva zu Gott in den Himmel kämen, das war undenkbar. Selbst vor dem Sündenfall entsprachen sie nicht den Anforderungen des Himmels. Sie waren unpassend, weil sie nicht völlig dem Wesen Gottes entsprachen. Wie viel weniger ist das nach dem Sündenfall der Fall. Nun aber ist diese uneingeschränkte Gemeinschaft mit Gott möglich.

Gott will uns bei sich im Himmel haben. In dem Bereich seiner Gegenwart, in dem alles seinem Wesen entspricht. Gott ist Licht (1. Joh 1,5) und Gott ist Liebe (1. Joh 4,8), und deswegen muss dort alles von Licht und Liebe geprägt sein. Wenn Gott nun aber Menschen in seiner Gegenwart haben will, dann ist nichts weniger notwendig, als dass diese Menschen die Natur Gottes besitzen. Und genau dazu hat Gott uns auserwählt, dass wir „heilig und tadellos“ seien. Das ist nichts anderes als eine Beschreibung der neuen Natur, die Gott uns durch die neue Geburt gegeben hat (vgl. Joh 3,3-8). Somit konnte Petrus auch den Gläubigen schreiben, dass sie Teilhaber der göttlichen Natur geworden waren (vgl. 2. Pet 1,4).

Als der Herr Jesus auf der Erde war, war er das Licht, das alle Menschen erleuchtet (Joh 1,9). Das Ergebnis war, dass die Menschen den Herrn Jesus gehasst haben, weil ihre Werke böse waren (Joh 3,19.20). Das macht unmissverständlich deutlich, dass der natürliche Mensch für die Gegenwart Gottes nicht passend ist.  Nun aber hat Gott uns seine eigene Natur gegeben und uns somit fähig gemacht, in dem alles durchforschenden Licht Gottes zu bestehen. Wir dürfen ungehinderte, ungestörte Gemeinschaft mit ihm haben und das Ergebnis dieser Gemeinschaft ist unendliche Freude (vgl. 1. Joh 1,4).

Gott hat uns Menschen mit einem Herzen geschaffen. Er hat uns befähigt, Liebe zu empfinden und auch selber zu zeigen. Man möchte schon fast sagen, dass etwas fehlte, wenn wir nicht auch lesen würden, dass Gott uns auserwählt hat, dass wir heilig und tadellos seien vor ihm „in Liebe“. Der Schauplatz des Himmels ist nicht allein von der Heiligkeit Gottes geprägt, sondern eben auch durch und durch von seiner Liebe. Wir werden im Himmel vollkommen fähig sein, diese Liebe Gottes zu empfinden, und darüber hinaus werden wir auch diese Liebe erwidern.

Unser Vers hat uns zurück in die Vergangenheit schauen lassen, dorthin, wo es allein Gott gab und wo Gott es sich in sein Herz gefasst hat, dass du und ich einmal in einer Sphäre der Heiligkeit und der Liebe innigste Gemeinschaft mit ihm haben sollen. Heute schon besitzen wird diese neue Natur und sind damit heute schon dazu befähigt, Gemeinschaft mit Gott zu haben. Heute schon sind wir in Christus in die himmlischen Örter versetzt (vgl. Eph 1,3 und 2,6). Und doch lässt uns dieser Vers auch in die Zukunft schauen, wenn die volle Bedeutung von „heilig und tadellos vor ihm in Liebe“ zur Erfüllung kommen wird.

Wir mögen uns oft fragen, wie es wohl im Himmel sein wird. In unserem Vers bekommen wir einen Antwort darauf. Auf dieser Erde ist vieles noch von Schwachheit gekennzeichnet, und unser Leben oft alles andere als heilig und tadellos und oft wenig von Liebe geprägt. Wir befinden uns immer noch in dieser Welt, dem Bereich in dem Satan durch die Sünde regiert. Wenn es recht um uns steht, dann werden wir empfinden, wie das alles unsere neuen Natur „Tag für Tag quält“ (vgl. 2. Pet 2,7). Doch was für ein Gegensatz tut sich uns auf, wenn wir diese Erde verlassen! Was für ein schier unermessliches und unbeschreibbares Glück und Freude wird es dann einmal sein, wenn wir, mit verherrlichten Körpern, aus dieser bösen Welt herausgenommen, in einen Bereich versetzt werden, wo alles unserer göttlichen Natur entsprechen wird und wir für ewig die uneingeschränkte Gemeinschaft Gottes genießen werden.

Dafür hat Gott uns auserwählt. Die volle Erfüllung davon erfahren wir im Vaterhaus. Aber das darf uns nicht davon abhalten, uns heute schon mit diesen Dingen zu beschäftigen. Wir werden daraus Freude und Kraft schöpfen, solange wir hier noch auf der Erde sind, zu Gottes Ehre zu sein.

Friedemann Werkshage

Schuldenerlass!

So, 07/02/2017 - 00:01

Bibelstellen: 1. Johannes 1,9

Im Januar 2012 ging eine erstaunliche Meldung durch die Presse. Scheich Khalifa bin Zayed al-Nahyan, der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, erließ 6.830 sozial schwachen Bürgern seines Landes ihre Schulden in Höhe von insgesamt rund 480 Millionen Euro. Selbst solche, die wegen unbezahlter Schuld im Gefängnis saßen, konnten auf diese Art und Weise freikommen.

Eine tolle Sache! Stell dir vor, da kommt einer und bezahlt deine Schulden. Einfach so. Du kannst ganz neu anfangen. Die Schulden drücken, belasten und knebeln dich nicht mehr.

Wenn es so etwas doch auch für alle unsere Verfehlungen, für unsere ganze Lebensschuld gäbe! Die gute Nachricht ist: Solch ein Schuldenerlass ist möglich! Es gibt jemanden, der dir deine Altlasten abnehmen will, die dein Gewissen quälen, die dich herunterziehen und – was am schlimmsten ist – die dich für immer von Gott trennen.

Gott hat die Sache selbst in die Hand genommen, indem er uns seinen eigenen Sohn sandte. Jesus Christus wurde Mensch, lebte ein tadelloses Leben und wurde schließlich ans Kreuz genagelt. Dort bezahlte er für unsere Sündenschuld und starb für uns, damit wir frei werden könnten. Gott hat gezeigt, dass er diese „Bezahlung“ angenommen hat, indem er Jesus Christus aus den Toten auferweckt und ihm einen Ehrenplatz im Himmel gegeben hat.

Bekenne und bringe ihm die Schuld deines Lebens und vertraue auf das, was Christus für dich am Kreuz getan hast. Du wirst vollen Schuldenerlass bekommen. Das gibt ein herrliches Aufatmen!

Gerrid Setzer

Gesammelte Brocken (150)

Sa, 07/01/2017 - 00:01

Wir rufen zu dem Herrn ,Komm‘ so lange, bis er ,Komm‘ ruft. (Off 22,17 und Off 4,1)

Er ist alle Tage bei uns, solange wir auf der Erde leben (Mt 28,20). Und dann sind wir alle Tage bei ihm, solange Er im Himmel lebt (Joh 14,3).

Wenn unser Herr kommt, dann wird unser LEIB umgestaltet (Phil 3,21), unser DENKEN erweitert (1. Kor 13,12) und unsere HERZEN werden befriedigt (Ps 17,15).

ER kommt, um uns in den Himmel zu führen! „So werde ich wiederkommen“ (Joh 14,3). Der Herr SELBST wird kommen mit dem gebietenden Zuruf und der Stimme eines Erzengels (1. Thes 4,16). „DIESER JESUS wird kommen“ (Apg 1,11).

In Zentralafrika sagt man, wenn man sich schlafen legt: „Lutanda“. Das heißt „Morgenstern“. Bedeutet: Morgen früh geht es weiter. Als Christen können wir uns so auch schlafen legen: „Der Morgenstern geht auf.“ (Nach Henry Durbanville)

Wir sollen so leben, als würde Christus heute kommen, und planen, als könnte es noch Jahre dauern.

Erlösung – Fragen und Antworten

Fr, 06/30/2017 - 00:01

Bibelstellen: Epheser 1,14; Epheser 4,30; Kolosser 1,18; 1. Petrus 1,18

Fragen

1.) Die Erlösung steht im Gegensatz zur …

2.) Wann wurde „die ewige Erlösung“ bewirkt?

3.) Kennst du Bibelstellen, die davon sprechen, dass wir Christen die Erlösung haben?

4.) Kennst du Bibelstellen, die davon sprechen, dass wir Christen auf die Erlösung warten?

5.) Inwiefern sind wir Christen erlöst?

6.) Inwiefern werden wir Christen noch erlöst?

7.) Gibt es bei „Vergebung“ und bei „Rechtfertigung“ auch einen zukünftigen Aspekt?

8.) Das Passah (2. Mo 12) zeigt im Vorbild einen Aspekt unserer Erlösung, die wir schon haben. Weil unser Passah, Christus, geschlachtet worden ist, sind wir erlöst von dem …

9.) Das Rote Meer (2. Mo 14) zeigt im Vorbild einen weiteren Aspekt der Erlösung, die wir schon haben. Wir sind, weil wir mit Christus gestorben sind, erlöst von der ...

10.) Was ist die „Erlösung des erworbenen Besitzes“ (Eph 1,14)? Was ist dieser Besitz? Wann wurde er von wem erworben? Wann geschieht die Erlösung?

11.) Erkläre den Unterschied zwischen „erlösen“ und „erkaufen“ anhand von 2. Petrus 2,1.

Antworten

1.) Knechtschaft (Unheil, Verdammnis).

2.) Am Kreuz auf Golgatha (Heb 9,12.15).

3.) Röm 3,24; 1. Kor 1,30; Eph 1,7; Kol 1,14; 1. Pet 1,18.

4.) Röm 8,23; Eph 4,30.

5.) Wir sind erlöst von der Strafe der Sünde und von der Macht der Sünde und des Feindes.

6.) Unser Körper wird bei der Entrückung von den Folgen der Sünde erlöst.

7.) Nein. Wir haben die volle Vergebung, und wir sind gerechtfertigt. Das wird im Himmel nicht vollständiger sein als jetzt.

8.) Gericht Gottes (Passah: Gott wollte die Erstgeburt im ganzen Land Ägyptens schlagen).

9.) Macht des Feindes (Rotes Meer: Gott führte Israel aus der Knechtschaft Ägyptens heraus; und erst hier finden wir den Begriff „Erlösung“ in Bezug auf ein Volk, vgl. 2. Mo 6,6; 15,13).

10.) Das Universum. Der Herr Jesus hat alle Dinge am Kreuz (als Mensch) erworben. Er, der Gott völlig verherrlicht hat, hat sich das Anrecht erworben – und bald wird seine Herrschaft sichtbar werden.

11.) Erlösung schließt Befreiung mit ein, das Erkaufen ist lediglich ein Besitzerwechsel. Die falschen Lehrer gehören dem Herrn in dem Sinn, dass er ein (doppeltes) Anrecht an sie hat, aber sie sind nicht erlöst und werden verloren gehen, wenn sie nicht umkehren. Das doppelte Anrecht beruht darauf, dass er der Sohn Gottes und der Sohn des Menschen ist.

Gerrid Setzer

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